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Frauenfelder Bechtelisnacht

Frauenfelder Bechtelisnacht

  • 21. Januar 2019

Wenn sich mitten in der Nacht festfreudige Menschen in den Frauenfelder Strassen stauen, ist Bechtelisnacht. Bis in die frühen Morgenstunden ziehen vor allem junge Leute von Beiz zu Beiz, manche maskiert und kostümiert. Bei diesem feuchtfröhlichen Treiben tun alle mit, doch die vorangehende Bechtelisversammlung ist ausschliesslich den männlichen Bürgern vorbehalten.

Die Tradition wurde ab 1811 mit einem Mahl mit «Salzisse», Brot und Wein fortgesetzt und bis in die Gegenwart weitergeführt. Das Mahl beginnt jeweils um Punkt 18 Uhr im Rathaus, läuft nach festen Regeln ab und wird mit Reden und musikalischen Darbietungen umrahmt. Nach dem Bechtelismahl, circa um 23.00 Uhr, öffnen sich die Türen des Rathauses für festfreudige Leute jeden Alters und Geschlechts.

Der Brauch geht bis ins Mittelalter zurück. Kurz nach der Stadtgründung Frauenfelds, Mitte des 13. Jahrhunderts, trafen sich die Adligen und vornehmen Bürger regelmässig zur geselligen Unterhaltung in einer eigenen Trinkstube. Sie nannten sich «Konstablergesellschaft». 1430 formierten sich auch die Handwerker zu einer Gesellschaft, die den Namen «Zum wilden Mann» trug und eine eigene Trinkstube unterhielt. Die beiden Gesellschaften schlossen sich 1640 zusammen. Diese neue Gesellschaft verfügte über eigene Güter, gewährte Darlehen und holte Zinsen ein. Am Anfang des Jahres trafen sich deren Mitglieder zur Präsentation der Rechnung und feierten mit einem gemeinsamen Mahl und Umtrunk.

Kontakt: Regio Frauenfeld Tourismus, Bahnhofplatz 75, 8500 Frauenfeld

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9. Januar 2019

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